Vereinsausflug 2010

Die Affen klettern durch den Wald,
der Eistee bleibt im Rucksack kalt,
die ganze Affenbande brüllt:
Wo ist die Kokosnuß? Wo ist die Kokosnuß?
Wer hat die Kokosnuß geklaut?

Die Affenmama sitzt am Fluß
macht viele Fotos mit Genuss,
die ganze Affenbande brüllt:
Wo ist die Kokosnuß? Wo ist die Kokosnuß?
Wer hat die Kokosnuß geklaut?

Der Affenonkel voller Stolz
macht Feuer mit gefund'nem Holz,
die ganze Affenbande brüllt:
Wo ist die Kokosnuß? Wo ist die Kokosnuß?
Wer hat die Kokosnuß geklaut?

Der Elefant im Urwald spricht:
"Hot Marshmallows, das mag ich nicht!"
Die ganze Affenbande brüllt:
Wo ist die Kokosnuß? Wo ist die Kokosnuß?
Wer hat die Kokosnuß geklaut?

Der Affenpapa hängt am Seil
und findet alles megageil,
die ganze Affenbande brüllt:
Wo ist die Kokosnuß? Wo ist die Kokosnuß?
Wer hat die Kokosnuß geklaut?

Die Oma am Seil rast übern Bach
und kreischt wie wild, ein Höllenkrach.
Die ganze Affenbande brüllt:
Wo ist die Kokosnuß? Wo ist die Kokosnuß?
Wer hat die Kokosnuß geklaut?

Das Affenbaby voll Genuß
hält in der Hand die Kokosnuß,
die ganze Affenbande brüllt:
Da ist die Kokosnuß! Da ist die Kokosnuß!
Es hat die Kokosnuß geklaut?

Das Baby isst die Nuss allein
die andern ziehn sich Pizza rein.
Die ganze Affenbande brüllt:
Es schmeckt so gut, ist fabelhaft.
Der Tag hat wirklich Spass gemacht.

 

Vereinsausflug Samstag, 2. Oktober 2010

20 Verrückte haben sich am letzten Samstag bei strahlendem Sonnenschein in Reigoldswil getroffen, um einen Tag in den Baumwipfeln in schwindelnder Höhe zu verbringen. Zuerst sind wir mit der Seilbahn auf die Wasserfallen gefahren. Schon unterwegs sahen wir sie, die "Menschenaffen", die in den Bäumen rumturnten. Sogar die Alpakas, die darunter friedlich auf der Weide grasten, haben nur den Kopf geschüttelt und sich hinten den nächsten Hügel zurückgezogen.

Kaum oben angekommen, ging es schon los. Fachleute haben uns gezeigt, worauf es bei dieser Sportart ankommt und wo die Schwierigkeiten liegen. Wir wurden eingekleidet mit Helm und Gstältli. An diesem waren Karabinerhaken und eine Rolle angebracht. Alles wurde fachmännisch festgezurrt und von den Ausbildnern kontrolliert. Dann wurden wir mal theoretisch in die Materie eingeführt. Auf einem "Mini-Kletterpark" mussten wir eine praktische Prüfung ablegen und zeigen, dass wir klettertauglich waren. "Peanuts", dachten sich einige. Doch als es dann richtig losging, wurde es dem Einen oder Anderen schon etwas mulmig ums Herz. Die erste Strecke war schon recht lang, eine rasante Reise an einer Schnur quer über die Alpaka-Wiese. Doch dies war ja nur der Vorgeschmack. Es sollte noch viel verrückter werden. Das ganze Gebiet war mit Brücken, Seilen, Klötzen, Leitern und Hochständen verbunden. Wenn man sich von einem zum anderen Baum begeben wollte, musste man nicht nur schwindelfrei sein sondern auch viel Kraft und Gleichgewicht haben. Schon bald ist das Lachen einem Lächeln gewichen. Die ersten verzerrten Gesichter waren zu sehen, Augen so gross wie Wagenräder. Angstperlen standen auf der Stirn. Die Arme wurden schwach und schwächer, die Knie weich wie Pudding. Doch wer mal oben war, hatte keine Wahl. Man konnte nicht einfach runterklettern. Wer A sagte, musste nun auch B sagen.

Der Spass kam erst mit der Zeit. Wer die ersten Hürden voller Stolz hinter sich gebracht hatte, bekam plötzlich viel Freude am Klettern. Die ganz Mutigen nahmen die schwarze Strecke, die effektiv durch die höchsten Baumwipfel führte und extrem viel Kraft forderte. Wer die ersten Kletterpartien erfolgreich absolviert hatte, konnte mit einer Schussfahrt zum nächsten Klettergebiet gelangen. Dort wurde es dann aber wirklich verrückt. Das war nichts für schwache Nerven. Hier war Mut gefragt. Man hängte sich an ein Seil und sprang ins Nichts. Von unten sah es aus, als hangele sich Tarzan an einer Liane von einem Baum zum anderen. Von weit her hörte man das Kreischen der Todesmutigen, die von hoch oben ins Nichts fielen. Natürlich wurde man kurz vor dem Boden aufgefangen, doch hing man dann wie ein Kartoffelsack im Seil, welches von rechts nach links schaukelte. Dabei musste man auch noch arbeiten. Man musste die Karabinerhaken lösen, sich von der Hauptschnur zu einem anderen Strick umhängen. Nur so konnte man sich zum Boden hinunter gleiten lassen.

Ich sass da unten und habe gestaunt, wie mutig die Volleyballer/innen waren. Nie wäre ich da hochgeklettert, auf keinen Fall liesse ich mich an einer Schnur quer über den Fluss gleiten. Aber es schien Spass zu machen. Wer den "Todessprung" einmal gewagt hatte, wurde richtiggehend süchtig. Nicht verwunderlich, dass schon bald Stau entstand auf dieser Plattform, die über dem Abgrund angebracht war. Es gab so ganz Verrückte, die den Sprung sogar mehrmals wagten.

Die Zeit verging wie im Fluge. Währenddem die Ersten bereits sehr schwache Arme und Beine hatten, konnte es für die Anderen nie genug sein. Wir sassen bereits an der Grillstelle beim Apéro und konnten noch immer mitverfolgen, wie sich die Kletterwütigen durch die Wipfel schwangen. Nach drei Stunden war es vorbei, der Kletterpark schloss seine Pforten. Wer noch letzte Kraftreserven hatte, fuhr mit dem Trottinett ins Tal. Die "Faulen und Geschwächten" nahmen die Gondelbahn ins Tal.

Etwas geschafft, aber glücklich und zufrieden, trafen wir uns im Anschluss in Muttenz. Jetzt begann der kulinarische Teil, der auch nicht zu verachten war. Im Restaurant Rennbahn wurden wir mit italienischer Küche verwöhnt. Es war ein sehr gelungener Tag, der allen viel Freude bereitet hat. Dem OK-Team danken wir für die Idee und die Organisation. Den Kletterfreudigen wünsche ich wenig Muskelkater und einen schönen Sonntag.

Die Zuschauerin Christine

(Fotos zum download (ca. 15 MB)

Letzte Aktualisierung: Montag, 04.10.2010 12:37